Wirtschaftspolitik & internationale Wirtschaftsbeziehungen
Selten waren Wirtschaftspolitik und internationale Wirtschaftsbeziehungen so überraschend wie heute.
Konservative Parteien kippen die Schuldenbremse, Zollerhöhungen führen nicht zur Inflation, Protektionismus und Industriepolitik werden auch in Deutschland wieder hoffähig, zentralste Themen wie die Demographie werden wirtschaftspolitisch ignoriert bzw. kaum mit wirtschaftlichen Instrumenten angegangen. Weiterhin werden wundersame Konjunktur- und Wachstumseffekte von Sportgroßveranstaltungen wie Olympischen Spielen versprochen obwohl die statistische Evidenz klar dagegen spricht.
Meine Arbeiten auf dem Gebiet der Wirtschaftspolitik und der internationalen Wirtschaftsbeziehungen sind aktualitäts- und nachfragebezogen. Im Zentrum meiner Arbeiten stehen beispielsweise,
… die Konjunkturwachstumseffekte von Sport Großveranstaltungen wie Olympischen Spielen
… die Frage, welche Wirkungen der Alterungsprozess auf demokratische Entscheidungen haben
… welche Wirkungen die Datenspeicherung auf Kriminalitätsraten hat und ob Kriminalität durch reine Ankündigungseffekte beeinflusst werden kann.
… die Wirkungen der Globalisierung auf Armut in Entwicklungsländern
ob größere Frauenanteile in Führungsgremien die Leistungsfähigkeit der jeweiligen Unternehmen positiv beeinflusst.
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Sportökonomik
Was sind die Bestimmungsgründe erfolgreicher Olympia-Bewerbungen? Welche wirtschaftlichen und politischen Effekte haben Sport-Großveranstaltungen und deren Bauten? Wie kann der Kampf gegen Doping und Korruption im Sport verbessert werden? Wo wird wer im Leistungssport diskriminiert?
Meine Arbeiten zu solchen Fragen profitieren von meinem Glück, viele Phasen und Elemente des Sportes miterlebt zu haben und aktiv zu begleiten – vom Jugendsportler über Olympiasieger, Gutachter bei Olympia-Bewerbungen und als Funktionsträger vom aktiven Breitensport im Jugendrudern oder aktuell im Fitnessbereich bis zum Olympischen Spitzensport (6. Platz bei den Olympischen Spielen in Los Angeles 1984 im Vierer mit Steuermann, Goldmedaille im Deutschland Achter bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul). Im Bereich des ehrenamtlichen Engagements vom aktiven Sprecher im Landessportbund Berlin bis zum Vorsitzenden des Deutschen Ruderverbandes (1995 bis 2001) und derzeit als Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Olympischen Akademie. Und im Bereich der Beratung des Sportes mit vielfältigen Gutachten zur Finanzierung und zu den volkswirtschaftlichen Wirkungen unter anderem zu Marathon-Veranstaltungen, zu Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin und zu Olympischen Spielen in Berlin 2000, Hamburg 2012, Leipzig 2012 und München 2018. Ich hoffe, die Emotionen und Strategien, aber auch die Versuchungen der Beteiligten im Sport relativ gut nach empfinden zu können.
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Stadt- und Immobilienökonomik, Verkehrswissenschaften
Wohnungsknappheit, Mieten und Kaufpreise sind allgegenwärtige, vornehmlich (verteilungs-)politisch geführte Themen. Vergessen wird oft, dass es sich um primär wirtschaftliche Phänomene handelt, die einer ökonomischen Analyse und der Beachtung der korrekten Kausalitätsrichtungen bedürfen. Oft ergeben sich dabei Schlussfolgerungen, die zur öffentlichen Wahrnehmung und der demokratisch legitimierten Politik kontrastieren.
Verkehr(swissenschaften) stehen in einem engen Zusammenhang mit Themen der Stadtentwicklung: Auch beispielsweise die Erschließung durch den ÖPNV, Umweltzonen und (mangelnde) Infrastruktur für Elektromobilität sind zentral für die Frage, wie sich welche Stadt(Teile) entwickeln.
Sowohl bei Fragen der Stadtökonomik als auch beim Verkehr können nicht nur die Interessen von meso-ökonomischen Gruppen wie Eigentümern und Mietern divergieren. Auch innerhalb solcher Gruppen kann es widerstreitende Interessen geben. Stadtteilaufwertende Maßnahmen werden in der Regel von Eigentümern gutgeheißen; Mieter befürchten oft Gentrifizierung. Die Deckelung von Bestandsmieten ist positiv für Bestandsmieter; Wohnungssuchende mögen anders denken. In meinen Arbeiten versuche ich, die vielschichtigen, teils fatalen Verteilungswirkungen von (gutgemeinten) immobilienpolitischen Entscheidungen herauszuarbeiten.
Übrigens steht die Stadt- und Immobilienökonomik in einem engen Zusammenhang mit der Sportökonomik. Beispielsweise bewerben sich viele Städte in der Welt vor allen Dingen deshalb um Olympische Spieler bewerben, um ihre Stadtentwicklung voranzutreiben.
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